Der größte Feind deiner Yogapraxis ist Ehrgeiz

Gefolgt von falscher Anleitung und schlechter Technik. 

Wir kennen alle die Bilder aus den Medien, in denen tolle Yogaladies und -männer abgebildet sind, mit top Figuren, schlank, durchtrainiert, in atemberaubenden Posen… So wollen wir sein, das wollen wir können. Oder? Ist dies das Ziel einer Yogapraxis?

Was Yoga kann

Außer Frage steht, dass Yoga gesund ist, bei Stress hilft und uns rundum gesund halten kann. Yoga kann dafür sorgen, dass du gesund und in Würde alterst, Yoga schenkt Stabilität, Flexibilität, Aufrichtung und vieles mehr. Yoga entspannt, hilft bei Kummer und Sorgen, bringt Freude in dein Leben. Es gibt mittlerweile viele Studien, die die positive Wirkung auf Körper und Seele belegen. 

Hier habe ich euch einen Artikel der Zeitschrift geo verlinkt, schon etwas älter, aber nicht weniger aussagekräftig: 

Warum Yoga wirkt

Was es für eine gesunde Yogapraxis braucht

Nicht nur, wenn du mit Yoga beginnst, sondern bei jeder einzelnen Übungspraxis gilt: Lass dir Zeit! Achte genau auf deinen Körper und nimm auf die Signale Rücksicht. Überfordere dich nicht, nur weil du unbedingt eine supercoole Asana können möchtest! Beachte dabei auch unbedingt deine aktuelle Tagesform! Wenn du gerade in Topform bist, alles in deinem Leben supergut läuft, dann spricht gar nichts gegen eine knackige und herausfordernde Praxis! 

Wenn du aber gerade in einer dicken Lebenskrise hängst, emotional instabil bist und es dunkel um dich herum scheint – dann ist eine sanfte Praxis, welche dich von innen heraus nährt und dich wieder hin zu dir und deinen Bedürfnissen bringt, sehr viel hilfreicher!

Die andere Seite

Denn sonst kann Yoga auch sehr gefährlich sein. Es gibt mittlerweile einige Studien, die von üblen Verletzungen berichten. 

Ich habe euch hier einen interessanten Artikel aus der Fit for Fun verlinkt, vom Risiko eines Blut-Staus bis hin zum Risiko sexueller Abhängigkeit (da habe ich gestaunt!) sind hier einige üble Geschichten aufgelistet. 

Zum Artikel gehts hier: 

Fit-For-Fun-Artikel Risiko Yoga

Meine Geschichte

Ich war Ende 30, als ich Yoga für mich entdeckt habe. Es hat mich sehr berührt, schon nach der ersten Stunde wusste ich, dass Yoga etwas sehr Bedeutendes ist. Das Gefühl war einfach unbeschreiblich. Wenngleich mir mein ganzer Körper für mehrer Wochen ziemlich weh tat und ich mit der Asana-Praxis an sich völlig überfordert war. 

Die Überforderung meines Körpers ist lange Zeit geblieben. Zunächst habe ich es natürlich auf meine mangelnde Grundfitness und auf mein Alter geschoben. Denn alle anderen in der Klasse übten recht mühelos und hielten die meist 90 Minuten auch ohne Probleme durch. 

Ich hatte teilweise massive körperliche Erschöpfungszustände, auch wenn die Erkenntnisse auf energetischer und geistiger Art immer wieder großartig waren. 

Über Vinyasa-Flow-Yoga, Jivamukti-Yoga, Ashtanga-Yoga, Kundalini-Yoga bis hin zu Iyengar-Yoga habe ich wirklich alles ausprobiert. 

Und ENDLICH kam dann Anusara-Yoga in mein Leben. Seitdem praktiziere ich schmerzfrei. Und ich habe gelernt, auf meinen Körper zu hören. Es gibt Tage, an denen ich voller Freude Unterarmstände praktiziere. An anderen Tagen ist es eine Praxis im liegen, mit sanften Twists und Hüftöffnern, gefolgt von einer schönen Meditation. 

Was du aus diesem Beitrag mitnehmen kannst

Schau genau hin, welche Yogaklasse für dich passt. Überfordere dich nicht – Yoga darf nicht wehtun! Lass deinen Ehrgeiz außen vor, dieser hat im Yoga NICHTS zu suchen. Nutze deine Yogahilfsmittel: Die Anwendung von Yogablöcken, Gurten etc. zeugt von einer fortgeschrittenen Yogapraxis! Mache Pausen, wenn du innerhalb der Yogaklasse merkst, dass du nicht mehr kannst: Gehe dann für eine kurze Zeit in eine Kinderstellung oder setze dich hin. Steige wieder ein, wenn du bereit bist. Praktiziere regelmäßig unter den Augen einer Lehrerin oder eines Lehrers. Dies hilft dir bei deiner individuellen Ausrichtung. Gönn dir auch mal den Luxus eines 1:1-Yogacoachings. Dies kann deine Praxis unglaublich bereichern. 

 

So ihr lieben, schreibt mir gerne eure Meinung zu diesem Thema. 

 

Namasté – Eure Kathrin