Brücke, Rad, Kamel oder der heraufschauende Hund: Rückbeugen zählen zu den beliebtesten Asanas in einer Yogastunde. Sie stärken die Rückenmuskulatur und dehnen die Vorderseite unseres Körpers. Gleichzeitig haben diese Haltungen aber auch eine besondere Wirkung auf unsere Psyche. Wie du die Herzöffner auch als Anfänger problemlos praktizieren kannst, erkläre ich dir in diesem Artikel. Im ANUSARA®Yoga ist das Herzthema ein zentrales Element der Yogapraxis. Passt also. ♡

Weshalb heißen Rückbeugen auch Herzöffner?

So viele unterschiedliche Rückbeugen es auch gibt, sie alle haben etwas gemeinsam: Du dehnst den Brustraum und den Bereich um Dein Herz – physisch wie auch psychisch. Nicht selten passiert es, dass bei Teilnehmern in meinen Kursen in diesen Posen auch unvermittelt Emotionen aufkommen. Ich selber habe nach einer sehr intensiven Rückbeugenpraxis schon Rotz und Wasser geheult. Im ersten Moment irritierend, aber unglaublich heilsam, das kann ich Euch sagen. Rückbeugen öffnen eben wortwörtlich das Herz! Wie das funktioniert? Lies weiter, um mehr über die Wirkung der Herzöffner im Yoga zu erfahren.

Wieso haben Rückbeugen im Yoga so eine positive Wirkung?

Rückbeugen tun unglaublich gut und wirken auf körperlicher, wie auch auf emotionaler Ebene.

  • Körperliche Wirkung einer Rückbeuge: Korrekt ausgeführt stärkst Du in einer Rückbeuge Deine Rückenmuskulatur und machst Deine Brustwirbelsäule flexibler. Gleichzeitig dehnst Du Deine Brust- und Bauchmuskeln, die Zwischenrippenmuskulatur und die vorderen Oberschenkel. Nicht zuletzt haben die Asanas sogar eine positive Wirkung auf die Verdauung und auf Deine Atmung!
  • Emotionale Wirkung der Herzöffner: Der körperliche Effekt bringt uns direkt eine Ebene weiter: Nach innen. Rückbeugen lassen Dich aufatmen und öffnen Deinen Herzraum – auch für Gefühle und Emotionen. Diese Asanas sorgen für Offenheit und aktivieren Dein Herzchakra. Den Rest kannst Du selbst “erspüren”!

Du musst übrigens nicht gleich in Dein Rad oder in den Skorpion kommen, um diese Wirkung zu verspüren! Schon sanfte Rückbeugen, wie die Kobra, ermöglichen diesen positiven Effekt der Rückbeugen – und nehmen Dir dadurch eventuell sogar die Angst vor der Herausforderung.

Wie wirkt sich ein offener Herzraum auf unser Leben aus?

Die positive Wirkung dieser Asanas auf Deine Psyche kannst Du idealerweise “runter von der Yogamatte” und mit in den Alltag nehmen. Durch die Herzöffner kannst Du vielleicht einige aufgestaute Emotionen rauslassen und erkennen. Vielleicht lässt Du Deine Gefühle wieder mehr zu. Ich bin mir sicher: Echte Emotionen und ein offenes Herz haben noch niemandem geschadet! Was meinst Du?

Kann die Praxis von Rückbeugen im Yoga gefährlich sein?

Du solltest jede Rückbeuge immer vorsichtig und korrekt ausführen: Spanne Deine Bauchmuskulatur sanft an und zieh die unteren Rippenbögen leicht nach innen. So bleibt der Bauch immer leicht im Tonus und der untere Rücken bleibt geschützt. Roll die Schulterköpfe leicht nach hinten, hebe die Brust aber halte die Rippenbögen nach innen und den Bauch fest. Achte auch darauf, Deinen Nacken in seiner natürlichen Kurve zu lassen, finde langsam in die Asana und geh nicht zu weit.

Falls die Rückbeuge unangenehm wird oder gar Schmerzen auftreten, solltest Du langsam und vorsichtig wieder aus der Haltung rauskommen. Achtung: Vermeide hier zu schnelle oder ruckartige Bewegungen! . Komm nach Deinem Herzöffner am besten in eine ausgleichende Asana, wie den Fersensitz und spüre hier nach.

Rückbeugen solltest Du nicht ausführen, wenn Du akute Probleme mit der Wirbelsäule oder den Bandscheiben hast oder wenn Du schwanger bist

Welche Herzöffner kann ich in meine Asana-Praxis einbauen?

Nach einer ausgiebigen Aufwärmphase kannst Du nach Lust und Laune eine oder mehrere Rückbeugen in deine Praxis einbauen. Wenn Dir diese Haltungen guttun, kannst Du auch eine richtige Yoga-Rückbeuge-Sequenz kreieren! Der Sonnengruß eignet sich wunderbar als Grundlage: Du kannst bereits zu Beginn in eine stehende Rückbeuge kommen. Auch die Kobra oder der heraufschauende Hund sind tolle Rückbeugen, die auch für Beginner gut geeignet sind. Wenn Du schon etwas geübter bist, kannst Du auch intensive Asanas wie das Kamel oder den Bogen einbauen.

Eine sanftere Übung, die sich perfekt für das Ende einer jeden Praxis eignet, ist die Schulterbrücke. “Setu Bandha Sarvangasana” stärkt unsere Rücken- und Oberschenkelmuskulatur. Gleichzeitig öffnet sie sanft unser Herz und schont unseren Nacken, weil der Hinterkopf entspannt auf dem Boden aufliegt. Schieb’ Dein Becken nach oben, während Deine Füße hüftbreit auf der Matte stehen. Zieh die unteren Rippenbögen nach innen, aktiviere leicht den Bauch und ent“kneife“ die Gesäßmuskeln. Deine Arme liegen seitlich dicht am Körper, drück diese in die Matte. Wenn Du möchtest, kannst Du unter dem Rücken deine Hände greifen und Deine Finger verschränken. Ziehe dann die Schulterblätter etwas mehr in Richtung Wirbelsäule.

…wenn Du gerne noch ausführlichere Anleitungen hättest und diese wunderbaren Rückbeugen mit mir gemeinsam praktizieren möchtest, dann besuch doch einfach einmal eine meiner Drop-In-Stunden! Oder buch Dir einfach gleich ein ABO. Ich freu mich auf DiCH.

Lass uns gemeinsam unsere Herzen öffnen.

 

Namasté – Deine Kathrin