Vor vielen Jahren, ich befand mit gerade am Ende meiner allerersten Yogalehrer-Ausbildung, ging meine langjährige Beziehung in die Brüche.

Plötzlich befand ich mich in der Hölle!!! Wie betäubt schleppte ich mich in das Yogalehrer-Prüfungswochenende, die Nächte zuvor komplett schlaflos und durchgeheult. Zum Aufwärmen gab es eine sehr fortgeschrittene Hüftöffnerpraxis, irre anstrengend, herausfordernd, ja – auch schmerzhaft (Entwicklungsschmerz).

Ziemlich am Ende der Klasse geschah etwas, was mich völlig irritierte. Plötzlich hatte ich einen dicken Kloß im Hals, die Tränen stiegen hoch und ich konnte diese nur mit äußerster Anstrengung zurückhalten. Das Drama nahm seinen Lauf: Noch EINE einzige Hüftöffner-Asana und die Dämme brachen. Ich kann euch sagen – das war krass! Ich rannte heulend und auch ein bisschen hyperventilierend aus der Klasse, draußen stand zufällig ein Mediziner, der fragte, ob ich Hilfe brauchte (es sah wohl SEHR schlimm aus!).

Das Spektakel dauerte keine 15 Minuten – und es passierte etwas Großartiges: Von mir fiel eine tonnenschwere Last ab, ich war zwar völlig erschöpft, aber wie befreit. Die berühmte Blockadelösung durch Hüftöffner hatte stattgefunden!

Warum ich diese persönliche Geschichte mit euch teile? Weil Yoga auch dir helfen kann, deine ganz persönlichen Höllentrips gut zu überstehen und immer wieder, nach jeder kleinen oder großen Krise, zurück zu deinem inneren Licht finden kannst. Und MEINE Mission ist es, dir dabei zu helfen.

Mittlerweile liebe ich die Hüftöffner und könnte stundenlang praktizieren. Ich bin davon überzeugt, dass ich allein durch diese Praxis ein richtig dickes Stück vom Glück in mein Leben bringe. Na, wie liest sich das für dich?

Die yogische Sichtweise sagt, dass sich in den Hüften unsere negativen Emotionen sammeln und festsetzen. Es geht um geplatzte Träume, unerfüllte Wünsche, unsere gestorbenen Hoffnungen. Gescheiterte Beziehungen gehören dazu, auch der Verlust geliebter Menschen, sei es durch Trennung oder Tod.

Solche Lebensereignisse, die jeder von uns kennt, können sich im Körper und/oder in unserer Seele festsetzen und uns im Leben blockieren. Denn nicht jeder kann so etwas gut und vollständig verarbeiten.

Du siehts also, aus emotionaler Sicht lohnt es sich schonmal sehr, an das Thema Hüftöffnung ranzugehen.

Durch eine regelmäßige Yogapraxis mit einem guten Anteil an hüftöffnenden Übungen wird es auch dir gelingen, ein bisschen glücklicher zu sein. Bleib dran an deiner Yogapraxis – dies ist der Schlüssel.

Aus körperlicher Sicht betrachtet sind die Hüftöffnungen ebenfalls ein Glück, nämlich für eine langfristige Gesundheit und Mobilität deiner Hüfte. Auch dein Rücken freut sich, denn durch das viele Sitzen (gerade auch jetzt in der langen Homeofficezeit) haben sehr viele Menschen einen verkürzten Hüftbeuger und verklebte die Faszien. Das ist in aller Regel auch der Grund, warum dies Übungen so schmerzhaft sein können.  Wie immer gilt auch hier: Bei großen Schmerzen lass das bitte durch einen Facharzt abklären.

Einer meiner Lieblings-Hüftöffner ist das Nadelöhr – Sucirandhrasana. Und bevor ich dir hier lange erkläre, worum und wie es geht, habe ich dir einfach ein kleines Video dazu gemacht, direkt zum ausprobieren.

So kannst du die Wartezeit bis zur nächsten Yogastunde ein bisschen verkürzen. Schreib gerne in die Kommentare, ob du deinen Sweet-Point in dieser Asana gefunden hast, diesen süßen Schmerz, der dir sagt: HIER bist du richtig!

Und wenn du mehr davon willst (was ich durchaus verstehen kann) – der ganze Juli ist den Hüften gewidmet. In diesem Sinne: hip-hip-hurra 🙂

Mach einfach mit, in den regelmäßigen online-Klassen, beim Juli-Event oder beim open-air-yoga live im Garten. Ich freu mich auf dich.